Zerlegung

Zerlegungsvermessung

Die Grundlage für den Verkauf oder Erwerb eines Grundstücksteiles ist die "Teilung" und Abschreibung des Grundstücksteiles im Grundbuch. Die Teilung eines Grundstückes findet nur im Grundbuch statt. Die Veraussetzung für die grundbuchrechtliche Teilung wird durch eine Vermessung geschaffen. Im Rahmen dieser  "Zerlegungsvermessung" wird ein Grundstück in ein oder mehrere neue Flurstücke zerlegt.

Die Zerlegungsvermessung wird von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur nach Eingang eines Vermessungsantrages durchgeführt. Antragsbereichtigt ist der Grundstückseigentümer sowie jede vom Grundstückseigentümer legitimierte Person.

Nach Eingang des Vermessungsantrages beginnen die Arbeiten unmittelbar mit der Beantragung der Vermessungsunterlagen beim zuständigen Kataster- und Vermessungsamt. Die Vermessungsunterlagen sind für jede Amtshandlung zu beantragen. Es wird dadurch garantiert, dass die Vermessung immer auf dem aktuellen Katasternachweis basiert.

Nach Eingang der Vermessungsunterlagen wird mit dem Antragsteller ein Termin für die Durchführung der örtlichen Arbeiten vereinbart. Am Anfang der örtlichen Arbeiten steht immer die Wiederherstellung oder erstmalige Ermittlung der notwendigen bestehenden Grenzen. Erst nachdem diese Grenzabschnitte feststehen, kann die Lage der neuen Grenzabschnitte, im Absprache mit dem Antragsteller, in die Örtlichkeit übertragen werden.

Die Vorschriften der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) sind dabei einzuhalten. Das bedeutet, dass der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur bei der Festlegung der neuen Grenzen die Bestimmungen aus der BbgBO zu berücksichtigen hat. In der Regel sind die Einhaltung der Abstandsflächen nach §6 BbgBO sowie des Brandschutzes §35 BbgBO zu prüfen. Es kann daher dazu kommen, dass die druch den Antragsteller beabsichtigte neue Grenzlage verändert werden muss. In Einzelfällen, insbesondere in dicht bebauten Gebieten kann es auch dazu kommen, dass eine Zerlegung eines Grundstückes nicht möglich ist. Die Prüfung der Machbarkeit sollte ganz am Anfang der Verfahrens liegen. Daher bieten wir den Antragstellern bereits im Rahmen des Auftragsgespräches einen Ortstermin an, um Lösungsansätze zu erarbeiten und unnötige Kosten zu vermeiden.

Nach Abschluss der örtlichen Arbeiten werden im Innendienst die Vermessungsschriften bearbeitet und die Aufnahme der Grenzniederschrift vorbereitet. Die Beteiligten erhalten für den in der Örtlichkeit durchzuführenden Grenztermin eine schriftliche Benachrichtung. Im Zuge des Grenztermines wird den Beteiligten des Befund der Grenzuntersuchung der bestehenden Grenzen und die Lage der neuen Grenzabschnitte erläutert. Mit Unterschrift auf der Grenzniederschrift erklären die Beteiligten Ihr Einverständnis und der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur beurkundet dieses.

Die Grenzniederschrift zusammen mit den technischen Vermessungschriften werden zur Übernahme in das Liegenschaftskataster beim Kataster- und Vermessungsamt eingereicht. Nach Prüfung der Unterlagen wird das Ergebniss der Fortführungsvermessung in das Liegenschaftskataster übernommen und die öffentlichen Bücher fortgeschrieben. Der Eigentümer und das Grundbuchamt erhalten eine Fortführungsmitteilung, in der die Veränderungen am Grundstück dokumentiert sind. Abschließend ist die Teilung im Grundbuch durch einen Notar zu beantragen und durch das Grundbuchamt zu vollziehen.

Bei Fragen zum Ablauf oder zu Kosten der Amtshandlung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Sollte bereits alles gesagt sein, so können Sie auch das nachstehende Antragsformular herunterladen und uns unterschrieben zuschicken. Antragsformular.pdf