Grenzfeststellung

Die Grenzfeststellung ist gemäß Verwaltungsvorschrift zur Durchführung von Liegenschaftsvermessung (Liegenschaftsvermessungvorschrift -VVLiegVerm-) ein nur einmal zu setzender zustimmungsbedürftiger, beurkundender Verwaltungsakt.

Die Grenzfeststellung für einen Grenzabschnitt ist immer dann durchzuführen, wenn der Abschnitt als bislang von den Beteiligten nicht anerkannt gilt. Es ist also noch niemals im Rahmen einer Vermessung eine Grenzniederschrift aufgenommen und von den Beteiligten unterzeichnet worden.

Besonders im ländlichen Bereich findet man häufig im Land Brandenburg noch nicht festgestellte Grenzabschnitte vor. Diese Grenzabschnitte sind in der Regel lediglich in den Liegenschaftskarten nachgewiesen. Der Katasterzahlennachweis ist meist nicht aussagekräftig oder schwer in die Örtlichkeit zu übertragen. Die Beteiligten werden daher in das Verfahren der Grenzermittlung eingebunden und über die Lage der Grenzen befragt. Die Aussagen der Beteiligten können nach sachverständiger Wertung durch den öffentlich bestellten Vermessunsingenieur als Grundlage für die Ermittlung der Grenzlage herangezogen werden.

Der Verwaltungsakt kommt zustande, wenn die Beteiligten übereinstimmend im Grenztermin erklären, dass sie das Ergebnis der Grenzermittlung anerkennen bzw. keine Einwendungen dagegen erheben.

Eine Grenzfeststellung kann scheitern, wenn einer der Beteiligten die Anerkennng verweigert.

Da neue Grenzabschnitte nur in festgestellten Grenzabschnitten eingebunden werden dürfen, ist es teilweise auch im Rahmen einer Zerlegungsvermessung notwendig eine Grenzfeststellung durchzuführen.

Bei Fragen zum Ablauf oder zu Kosten der Amtshandlung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Sollte bereits alles gesagt sein, so können Sie auch das nachstehende Antragsformular herunterladen und uns unterschrieben zuschicken. Antragsformular.pdf